
Im Haus angekommen - das Wetter hatte uns unterwegs alle Jahreszeiten nacheinander gezeigt, war aber nun zu "sonnig" übergegangen - beschlossen mein Bruder, meine Mutter und ich, ersteinmal eine Bootsfahrt in unserem Kanadier zu unternehmen. Die Seeoberfläche war ganz glatt, ein Umstand, den wir auszunutzen gedachten, da er nur sehr selten eintritt. Wir paddelten etwa 2 Stunden, passierten die kleine Insel, die aufgrund der anhaltenden Regenfälle der letzten zwei Wochen versunken und kaum noch zu sehen war und kehrten um, bevor wir die kleine Brücke erreichten. Zurück an Land zogen wir das Boot auf sicheren Grund und machten uns an den Aufstieg - zurück zu unserem Haus. Wenn man vom See den Weg zu unserem Haus hochläuft, bietet sich folgender Anblick:

Wenn man dann den Durchgang passiert hat, befindet sich rechter Hand die Werkstatt
und linker Hand das Haupthaus mit der Terrasse.
Die Gebäude umschließen die große Freifläche, die uns der Wald noch zum gemütlichen Sitzen und Sonnen übriggelassen hat.

Überquert man die Wiese, gelangt man auf eine kleinen Pfad, der zu einem Gästehäuschen führt, in dem sich trefflich nächtigen oder - auf der Terrasse, die etwa dreimal so groß ist wie das Haus selbst - die Sonne genießen lässt.


Hier habe ich also meine Nächte verbracht. Meine Tage habe ich mit lesen, Bäume fällen, Brennholz produzieren, wandern und schwimmen verbracht. Der See stammt noch aus der letzten Eiszeit in Schweden und ist besonders tief. Deshalb ist er auch besonders kalt, was jeden "Schwimmgang" zu einer echten Mutprobe werden lässt. Hat man sich dann aber überwunden und es geschafft, 5 Minuten zu schwimmen, ist die Kälte vergessen und das Gefühl der Erfrischung und die Schönheit der Umgebung sorgen für ein unvergessliches Erlebnis. Besonders schön ist es, nach dem Bad die Sonne auf dem schwimmenden "Inselsteg" zu genießen und langsam wieder warm zu werden. Dabei wird man sachte von den Wellen geschaukelt und möchte gar nicht mehr aufstehen, sondern immer so liegen bleiben.

Durch das Hochwasser, bedingt durch die starken Regenfälle der vorangegangenen Wochen, war der Steg nicht mehr trockenen Fußes zu erreichen, was dem Vorsatz, schwimmen zu wollen, jedoch nur zuträglich war. Es lässt sich mit Worten schwer beschreiben, wie schön es hier ist und welche Ruhe und Entspannung dieser Ort birgt. Hier einige Eindrücke:
Der See im Morgengrauen, bei noch völliger Windstille

Ein altes Boot, das sich im Wasser spiegelt

Abenddämmerung

Eine junge Rotkappe
Tau auf einem Blatt
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